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Stiftung Warentest Spezial Karriere

Mittwoch, 29. April 2009

Den Job fürs Leben gibt es nicht mehr. Stattdessen sind lebenslanges Lernen, wechselnde Jobs und eine persönliches Karriere-Management angesagt. Diesem Anspruch an Vielfältigkeit widmet sich das Spezial der Stiftung Warentest “Karriere”. Unterteilt in die Themenblöcke Klären, Orientieren, Bewerben und Gründen liefert es mit zehn großen Tipps viel Wissenswertes.

Neben einigen rahmengebenden Artikeln und Interviews stehen wie immer bei der Stiftung Warentest diverse Produktests im Vordergrund. Dabei werden die Kriterien für die Einschätzung und das Vorgehen bei den Auswertungen sehr gut offengelegt, so dass der Leser die Ergebnisse zu seiner eigenen Einschätzung in Beziehung setzen kann.

Getestet werden unter anderem Kurse für Berufsfindung und Karriereplanung, Online-Eignungstests, Karriere-Ratgeber (mit dem Fokus auf eine ältere Zielgruppe), die Weiterbildungsberatungen der Arbeitsagenturen, Weiterbildungsdatenbanken, Bewerbungstrainings, Bewerbungs-Ratgeber, Bewerbungssoftware und Seminare für Gründer.

Mit diesem Datenmaterial liefert das Spezial “Karriere” zwar kaum direkte Tipps für Bewerbung und Berufseinstieg, aber genügend Informationen, um alle Hilfsmittel für die Karriere-Optimierung einschätzen zu können.

Links zu Leseproben:

  • Inhaltsverzeichnis [PDF]
  • Lebenslanges Lernen
  • Portrait
  • Xing optimal nutzen

    Donnerstag, 23. April 2009

    Das vorwiegend deutschsprachige Business-Netzwerk Xing - früher openBC - ist mittlerweile neben dem englischsprachigen Pendant LinkedIn zu der Kontakt- und Kommunikationsplattform für die Wirtschaft geworden. Immer mehr Freiberufler und Angestellte der verschiedensten Unternehmen und Karriere-Level richten sich ein Profil dort ein. Andreas Lutz und Joachim Rumohr haben mit “Xing optimal nutzen” einen Ratgeber geschrieben, der die technischen und taktischen Einsatzmöglichkeiten des Netzwerkes erläutert.

    Das Buch richtet sich dabei vor allem an Xing-Neuliunge und jene, die das Netzwerk bisher nicht so aktiv genutzt haben. Alle Funktionalitäten der Seite werden erklärt, vom Kontaktmanagement über Termine und Diskussionsgruppen bis hin zu normalen Nachrichten über das System.

    Im Mittelpunkt steht natürlich die Organisation und Gestaltung des eigenen Profiles, hierbei geben die beiden Autoren zahlreiche Tipps, wie man seine Selbstdarstellung optimiert und individualisiert. So kann man die ‘Über mich’-Seite für eine Projektliste nutzen, weitere Bilder und lInks einbinden. Das Gästebuch hingegen kann für Empfehlungen verwendet werden, eine Funktion, über die Xing im Gegensatz zu LinkedIn noch nicht verfügt.

    Ein anderer Schwerpunkt von “Xing optimal nutzen” ist das strategische Netzwerken an sich, das ganz unter dem Motto steht: “Erst geben, dann nehmen”. Andreas Lutz und Joachim Rumohr gehen in dieser HInsicht über die technische Beschreibung hinaus und erklären mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis tiefergehend, was es bedeutet, sich dauerhaft in einem komplexen Netz aus privaten und Business-Kontakten zu bewegen.

    Fazit: Das Buch ist ein geeigneter Einstieg ins Online-Business-Netzwerken, der zur Vertiefung einlädt.

    Andreas Lutz, Joachim Rumohr: Xing optimal nutzen. Geschäftskontakte – Aufträge – Jobs. So zahlt sich Networking im Internet aus, Linde international 2008, ISBN-13: 9783709302095, 14.90 Euro

    Das Frust Job Killer Buch

    Montag, 20. April 2009

    Es ist egal wo und für welchen Chef Du arbeitest. Glücklich kannst Du nur in dem Job werden, wo Du gerade bist. Ein Jobwechsel bringt überhaupt nichts, da überall nervige und eifersüchtige Kollegen, geizige Chef und langweilige Routinearbeiten warten. Selbst ein massiv höheres Gehalt in einem neuen Job, ändert daran nichts. Denn erstens macht es nicht glücklich und zweitens wirst Du es bald als zu niedrig empfinden. So argumentieren die beiden Psychologen Volker Kitz und Manuel Tusch in “Das Frust Job Killer Buch”.

    Da Du die Bedingungen des Arbeitslebens nicht wirklich beeinflussen kannst, musst Du Deine Einstellung dazu ändern. Soweit überzeugt die These der Autoren vollkommen. Volker Kitz und Manuel Tusch untermauern sie mit zahlreichen Beispielen aus ihrer Berufspraxis.

    Was dann aber folgt ist eine Art Ratgeberteil, der banaler kaum sein könnte. In einem wilden Cocktail aus Tiefenpsychologie, Psychosomatik, Selbstkonditionierung, ein bisschen Weltreligionen, Autogenes Training und Volksweisheiten versuchen sie den Leser im Beruf glücklich zu machen. Selbst wenn er so pessimistisch sein würde, wie die Autoren einen Großteil der Arbeitnehmerschaft darstellen, würde er nach der Lektüre kaum schlauer sein. Geschweige denn glücklicher.

    Fazit: Wer selber denken kann, sollte die Finger von dem Buch lassen.

    Volker Kitz, Manuel Tusch: Das Frust Job Killer Buch, Campus Verlag 2008, ISBN-13: 9783593386669, 19.90 Euro

    Persönliches Karrieremanagement

    Sonntag, 19. April 2009

    Finde und nutze Deine Stärken im Beruf! Nur so wirst Du wirklich erfolgreich! Auf der Psychologie C.G. Jungs aufbauend entwickelt der Karrierecoach und Headhunter Horst G. Kaltenbach ein Talentprofil, nach dem man sich für seine persönliche Karriere-Gestaltung orientieren kann: der Logiker, der Zuverlässige, der Gefühlvolle und der Fantasievolle sind die Grundtypen, an welchen man sich selbst einschätzen und orientieren kann.

    Mit ausführlichen Selbsttests, Checklisten und einigen Vorlagen sollen Absolventen und Young Professionals sich selbst und ihre Stärken einzuschätzen lernen. Wer diese Instrumente ausführlich benutzt und sich die Zeitnimmt, sie ernsthaft neben der Lektüre auszuwerten, erhält dadurch einen echten Mehrwert. Zur schnellen Information taugt der Ratgeber jedoch weniger, da er mit seinem stringent psychologischen System nur im gesamten Komplex hilfreich ist.

    Fazit: Wer seine Talente herausfinden und einsetzen will, kann mit einiger Arbeit die nötige Klarheit gewinnen, wenn er “Persönliches Karrieremanagement” einsetzt.

    Horst G. Kaltenbach: Persönliches Karrieremanagement. Wie Karriere heute funktioniert – Einsichten und Tools vom Karriere-Doc, Gabler Verlag 2009, ISBN-13: 9783834911131, 24,90 Euro

    Lexikon der Karriere-Irrtümer

    Samstag, 18. April 2009

    Wer nicht nur ausführliche Bewerbungs- und Karrieretipps haben will, sondern dabei auch noch eine gehörige Portion Spaß, ist mit dem “Lexikon der Karriere-Irrtümer” der bekannten Karriere- und Gehalstcoach Martin Wehrle hervorragend bedient. Der Leser wird nicht wie oft in Bewerbungsratgebern üblich von vorne bis hinten an die Hand genommen, sondern muss sich sein Wissen in dem lexikalisch aufgemachten Buch durchaus selbst erarbeiten. Dafür erfährt er von A wie Abfindung bis Z wie Zusage wirklich alles zu den Themen Job, Karriere, Gehalt und Chef.

    Checklisten, Mustervorlagen und Selbsteinschätzungstests sucht der Leser in diesem Buch vergeblich. Stattdessen räumt der Autor mit so mancher angeblicher Weisheit und Wahrheit auf: Längst nicht alles, was wir über Karriere zu wissen glauben, stimmt (noch). Die Lektüre ist dabei ebenso lehrreich wie unterhaltsam, zumal Martin Wehrle einen gesunden Humor hat und den nötigen Abstand zu seinen Karriere-Themen hält.

    Fazit: Wer gerne mitdenkt und sich seinen eigenen Weg sucht, ist mit dem “Lexikon der Karriere-Irrtümer” bestens beraten.

    Martin Wehrle: Lexikon der Karriere-Irrtümer. Worauf es im Job wirklich ankommt, Econ Verlag 2009, ISBN-13: 9783430200592, 16,90 Euro