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Das Frust Job Killer Buch

Montag, 20. April 2009

Es ist egal wo und für welchen Chef Du arbeitest. Glücklich kannst Du nur in dem Job werden, wo Du gerade bist. Ein Jobwechsel bringt überhaupt nichts, da überall nervige und eifersüchtige Kollegen, geizige Chef und langweilige Routinearbeiten warten. Selbst ein massiv höheres Gehalt in einem neuen Job, ändert daran nichts. Denn erstens macht es nicht glücklich und zweitens wirst Du es bald als zu niedrig empfinden. So argumentieren die beiden Psychologen Volker Kitz und Manuel Tusch in “Das Frust Job Killer Buch”.

Da Du die Bedingungen des Arbeitslebens nicht wirklich beeinflussen kannst, musst Du Deine Einstellung dazu ändern. Soweit überzeugt die These der Autoren vollkommen. Volker Kitz und Manuel Tusch untermauern sie mit zahlreichen Beispielen aus ihrer Berufspraxis.

Was dann aber folgt ist eine Art Ratgeberteil, der banaler kaum sein könnte. In einem wilden Cocktail aus Tiefenpsychologie, Psychosomatik, Selbstkonditionierung, ein bisschen Weltreligionen, Autogenes Training und Volksweisheiten versuchen sie den Leser im Beruf glücklich zu machen. Selbst wenn er so pessimistisch sein würde, wie die Autoren einen Großteil der Arbeitnehmerschaft darstellen, würde er nach der Lektüre kaum schlauer sein. Geschweige denn glücklicher.

Fazit: Wer selber denken kann, sollte die Finger von dem Buch lassen.

Volker Kitz, Manuel Tusch: Das Frust Job Killer Buch, Campus Verlag 2008, ISBN-13: 9783593386669, 19.90 Euro

Lexikon der Karriere-Irrtümer

Samstag, 18. April 2009

Wer nicht nur ausführliche Bewerbungs- und Karrieretipps haben will, sondern dabei auch noch eine gehörige Portion Spaß, ist mit dem “Lexikon der Karriere-Irrtümer” der bekannten Karriere- und Gehalstcoach Martin Wehrle hervorragend bedient. Der Leser wird nicht wie oft in Bewerbungsratgebern üblich von vorne bis hinten an die Hand genommen, sondern muss sich sein Wissen in dem lexikalisch aufgemachten Buch durchaus selbst erarbeiten. Dafür erfährt er von A wie Abfindung bis Z wie Zusage wirklich alles zu den Themen Job, Karriere, Gehalt und Chef.

Checklisten, Mustervorlagen und Selbsteinschätzungstests sucht der Leser in diesem Buch vergeblich. Stattdessen räumt der Autor mit so mancher angeblicher Weisheit und Wahrheit auf: Längst nicht alles, was wir über Karriere zu wissen glauben, stimmt (noch). Die Lektüre ist dabei ebenso lehrreich wie unterhaltsam, zumal Martin Wehrle einen gesunden Humor hat und den nötigen Abstand zu seinen Karriere-Themen hält.

Fazit: Wer gerne mitdenkt und sich seinen eigenen Weg sucht, ist mit dem “Lexikon der Karriere-Irrtümer” bestens beraten.

Martin Wehrle: Lexikon der Karriere-Irrtümer. Worauf es im Job wirklich ankommt, Econ Verlag 2009, ISBN-13: 9783430200592, 16,90 Euro